Fahrradgarage Zimmerstraße fertiggestellt

Ab dem 1.8. ist sie von den ersten Nutzer:innen bereits bezogen worden: die Fahrradgarage in der Zimmerstraße.

Mit 32 Stellplätzen, 24 für normale Räder und eBikes und 8 für Lastenbikes ist sie die größte Fahrradgarage in Wuppertal. Der Verein „Unternehmer/innen für die Nordstadt e.V.“ und die Initiative „Mobiler Ölberg“ setzen damit ein weiteres Zeichen für eine Verkehrswende im Quartier, indem sie hier eine weitere „Mobilstation“ errichtet.

Von der Idee im Oktober 2023 bis zur Bezugsfertigkeit hat die Fahrradgarage demnach 34 Monate, also knapp 3 Jahre gebraucht. In 2025 hofften die Projektmitarbeitenden noch, dass man die Fahrradgarage über das Bürgerbudget Wuppertal finanzieren könnte. In diesem Wettbewerb war die Initiative aber leider nicht erfolgreich.

Die Gesamtkosten von 70.000 € konnten schließlich mit Unterstützung der Bezirksvertretung Elberfeld, der Stadtsparkasse Wuppertal und der Stadt Wuppertal getragen werden. Hier bedankt sich die Initiative ausdrücklich bei den Fördergebern.

Zur Geschichte und zum Hintergrund der Fahrradgarage
Der neue Standort in der Zimmerstraße für eine Fahrradgarage bot sich aus mehreren Gründen an. Zum einen liegt er sehr zentral im Quartier Ölberg, die Anbindung an den ÖPNV (Linie 643 der WSW) ist, da nur ca. 40 m entfernt, gegeben. Zudem betreibt der Verein seit Mai 2023 den sogenannten Ölberg-Hub in unmittelbarer Nähe zur neuen Station. Der Ölberg-Hub ist aus dem oben erwähnten Projekt „Mobilstationen im Quartier“ (MiQ) hervorgegangen und stellt einen Ort dar, der als moderner Stadtteilladen und -treff definiert werden kann. Als Verkehrswende-Projekt und Treffpunkt hilft er, den motorisierten Individualverkehr (MIV) im Quartier zu reduzieren. Dazu gehören sowohl soziokulturelle und soziale Angebote, sowie die Bereitstellung von Coworking-Arbeitsplätzen.

Die räumliche Situation an der Kreuzung Marienstraße/Sattlerstraße/Zimmerstraße ist zudem davon geprägt, dass es dort viele Angebote gibt (Konditorei, Töpferstation), die bewirken, dass viele Personen mit Fahrrädern anreisen und keine Abstellzone vorfinden. Die Fahrräder werden an Straßenschildern auf dem Gehweg abgestellt. Die neue Station entschärft diese Situation, indem sie eine Radabstellanlage für insgesamt 6 Räder oder Lastenbikes bereithält.

Und zur Klimaresilienz im Quartier trägt die Fahrradgarage auch noch ein wenig bei. Sie hat ein Gründach, welches in einen großen Tank entwässert wird. Mit dem aufgefangenen Regenwasser gießt die Initiative „Der Berg blüht“ Baumscheiben und andere Bepflanzungen auf dem Ölberg.

Die Errichtung von Fahrradgaragen auf dem Ölberg hat dazu geführt, dass die Stellplätze zunehmend nachgefragt werden. Momentan hat der Verein auf seiner Warteliste 20 Personen, die direkt einen Stellplatz mieten würden.